Vorschau 2022

Ausstellung: Yahia Alselo

29. Januar – 26. März 2023

geöffnet: Sonntag, 5. Februar 2023 von 14 – 16 Uhr

Yahia Alselo (Silo)1966 in Abrass, nördlich von Aleppo, geboren, ist Maler, Karikaturist, Kinderzeichner sowie Autor von Romanen und Kurzgeschichten.

Von 1985 – 1988 studierte er in Aleppo Kunst am Institut der Bildenden Künste, Fachrichtung Malerei und Bildhauerei. Seit den 90er Jahren ist er als freischaffender Künstler tätig. Er lebt und arbeitet seit 2008 in Düsseldorf.

„Silos Beobachtungen über die Außen- und Innenwelt treffen sich in den Tiefen seiner Vorstellungskraft und überqueren die engen Gassen seiner Leidenschaft, um seine unabhängige Kunst zu formen. Er ist einer der Namen der Welt der modernen Kunst und pflanzt mit seiner neuen Technik Hoffnung in Trümmer und umarmt die Wärme des Lebens im Herzen seiner Pinsel, in einer Welt. In der die Dunkelheit laut spricht, sprechen die Farben lauter“, Loran. C.

Zur selben Zeit wird das „Bücherzimmer“ in der Galerie eröffnet im Zusammenhang mit der Bücherstadt Langenberg.

www.buecherstadt-langenberg.de

Veranstaltungen im November + Dezember

13. November 2022 von 14 – 18 Uhr

Das „Kleine Format“ mit Kunstwerken 15 bis 300 Euro

Helmut Büchter, Marlies Blauth, Annika Döring, Petra Fröning, Mercedes Neuß, Andrea Thierbach, Anett Münnich, Claudia Knüfer, Sabine Odensaß, Annette Dyba und Peter von Malotki (1943-2016)

20. November 2022 von 14 – 18 Uhr

Der alternative, nachhaltig orientierte Weihnachtsbasar

27. Nov. 2022 von 14 – 18 Uhr

Der alternative, nachhaltig orientierte Weihnachtsbasar

15 Uhr Lesung: Maries Blauth, Sichtbares und Unsichtbares, Lyrik und kurze Prosa

23. Dezember 2022 von 14 – 18 Uhr

Last Minute – die letzte Möglichkeit ein einmaliges Weihnachtsgeschenk zu bekommen.

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5. November 2022 von 13 – 15 Uhr

Ausstellung des Kunstprojektes „Unser Zusammenhalt in Velbert- Langenberg“,

durchführt mit Dajana Biermann und Kinders des städtischen Kinder- und Jugendzentrums

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Sonntag, 11. Sept. 2022, 15 – 16 Uhr

Ist Lachen aus der Zeit gefallen? Unter dieser Fragestellung gibt es am 11. September 2022 eine musikalische Lesung von 15 – 16 Uhr in der galerie#23 in Velbert-Langenberg, Frohnstr. 3.

Die Autoren Sibylle Zieburg und Joachim Harms gehen in ihren Büchern „Ist Lachen wirklich ansteckend?“ ein. Vor allem wollen sie mir ihren Texten Anknüpfungspunkte setzen, als verbindendes Element, neue Perspektiven und zu Wege öffnen, damit der Wille zum Verstehen und zum Zusammenhalt die Angst hinter sich lässt. Der Percussionist Martin Zieburg gestaltet die Lesung musikalisch.

Thema ist die Erlebnisse der letzten zwei Jahre zu betrachten, aufzuarbeiten und zu hinterfragen, was ist passiert, damit das Lachen nicht aus der „Mode“ kommt. Es besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Außerdem kann die Gelegenheit genutzt werden die Ausstellung zu besuchen, die bis zum 18. September nur noch läuft. Die Galerie ist von 14 – 17 Uhr geöffnet. Weitere Termine können unter 02052/9258363 vereinbart werden.

Sonntag, 21. August 2022, 15 – 17 Uhr

Lesung mit der Autorin Helga Loddeke

Am Sonntag, 21. August 2022, hat die galerie#23 von 14 – 17 Uhr geöffnet. Von 15 – 17 Uhr ist die Autorin Helga Loddeke zu Gast in der Frohnstr. 3 in Velbert-Langenberg. Sie wird Auszüge aus ihren veröffentlichten Büchern vortragen und dem Besucher Zeit geben in einem Gespräch Fragen zu stellen und darüber zu sprechen. Es sind unter anderem Beobachtungen um das Thema Corona aber auch politische Statements zu hören.

In den vergangenen zwei Jahren hat Helga Loddecke zwei Gedichtbände veröffentlicht. Das Haus der Geschichte in Bonn hat diese erst kürzlich in seinen Bestand aufgenommen. Das Museum hatte aufgerufen, Dokumente einzuschicken, die an die Zeit der Pandemie erinnern. „Die Isolation hat mir zu schaffen gemacht … es war schrecklich keine Freunde mehr treffen zu können“, so die 69jährige Autorin, die heute in Mülheim lebt.

Einer der Gedichte erzählt von den Nöten dieser Zeit mit dem Titel „Einsamkeit“, die „definitiv krank mache, nicht nur die alten Menschen, sondern auch die Jüngeren“, so Helga Loddecke.

Nach ihrer Ausbildung zur Schaufenstergestalterin erfolgte nach dem Abitur auf dem 2. Bildungsweg ein BWL Studium mit Abschluss zur Diplom-Kauffrau. „Angefangen mit dem Schreiben – Songtexte und Kurzgeschichten – habe ich 2008“, so Helga Loddecke.

Es geht in ihren Büchern aber nicht nur um Persönliches, sondern auch um Politik, um Ungerechtigkeit und darum, wie es Müttern und Eltern ergangen ist, die vieles mehr in den letzten zwei Jahren leisten mussten.

In der Zeit von 14 – 17 Uhr ist die Ausstellung „Leichtigkeit des Seins“ mit den KünstlernInnen Mirela Anura, Ute Augustin-Kaiser, Anne Kaiser, Peter Menge, Sabine Odensass, Anja Maria Strauss, Andrea Thierbach, Heike Vander und Monika Wellnitz zu sehen. Weiter Termin können unter 02052/9258363 vereinbart werden.

Die Leichtigkeit des Seins!

vom 10. Juli – 18. September 2022 mit

Mirela Anura, Ute Augustin-Kaiser, Petra Fröning, Anne Kaiser, Peter Menge, Sabine Odensass, Anja Maria Strauss, Andrea Thierbach, Heike Vander, Monika Wellnitz.

                Auszug aus der Rede zur Ausstellung  – Leichtigkeit des Seins !

Die Leichtigkeit des Seins. Was ist das? Ein Gefühl frei zu sein, frei von Bedürfnissen, frei von Wünschen, Zwängen, Gedanken. Frei von Emotionen, jedoch ausfüllt mit Zufriedenheit und Ausgeglichenheit?

Das ist ein Thema, das heute aktueller zu sein scheint als sonst. Aber muss alles so sein wie es scheint? Schon lange jagt eine Katastrophe die nächste und bringt die Seele zum gefährlichen Schwanken. Die Gelassenheit, die notwendig ist, den Alltag auf Dauer zu bewältigen, fehlt vielen Menschen und macht krank.

Denn wie sagten schon einst die alten Römer, bzw. der römische Satiriker -Juvenal (60-127 n. Chr.). – „orandum est, ut sit mens sana in corpore sano“: man sollte darum beten, dass sich ein gesunder Geist mit einem gesunden Körper verbinden möge.

Auch andere Philosophen befassten sich schon viel früher mit dem Wohlsein der Seele, mit der Leichtigkeit des Seins.

Aristippos von Kyrene, der von 435 v. Chr. bis ca. 355 v. Chr. lebte,  – also ca. 80 Jahre alt geworden ist – unterscheidet drei Zustände der menschlichen Seele, die allesamt unter der Allegorie von Meeresbewegungen verstanden werden können: der Schmerz ist der Sturm der Seele, die Lust sanfte Wellenbewegung und dazwischen liegt die vollkommene Seelenruhe, die Ataraxie.

Der griechischer Philosoph Epikur, um 341 v. Chr. auf Samos geboren – auch er ist ca. 70 Jahre alt geworden – schließt an die Begrifflichkeit des Aristippos an. Mit dem Wort ‚Lust‘ beschreibt er die Lebenslust als Prinzip für ein zufriedenes, ausgewogenes und ein gelungenes Leben. Auch er bezeichnet die Ataraxie als Lust, sogar als höchste Lust. ‚Ataraxie‘ bedeutet u. a. Gelassenheit, die sich einstellt, wenn man für sich die wichtigsten Lebensfragen geklärt hat.

Für Epikur ist es nicht möglich, lustvoll zu leben, ohne klug, schön und gerecht zu sein. Den unvernünftigen Begierden stehen vernünftige Begierden gegenüber, die der Natur des Menschen entsprechen, die keinen Schaden nach sich ziehen und leicht zu erreichen sind. Ein Mensch mit einem gemäßigten Verlangen, welches auf das Notwendigste gerichtet ist, wird dauerhaft die höchste Lust erfahren, so Epikur.

Die unvernünftigen Begierden entstehen aus den Fehleinschätzungen des Verstandes, so Epikur weiter. Sie entspringen irrationalen Vorstellungen und Ängsten – wie z. B. die Angst vor dem Tode. Epikur sieht die Hauptaufgabe der Philosophie darin, den Menschen über diese irrationalen Vorstellungen und Ängste aufzuklären, um ihn von irrationalen Bedürfnissen zu befreien. Seine Naturphilosophie ist darauf ausgerichtet, das Natürliche und Notwendige des Menschseins ans Licht zu bringen und damit jeglichen irrationalen Ängsten zu begegnen, sie zu revidieren und dem Menschen so eine dauerhafte höchste Lust zu ermöglichen.

Dazu passt auch ein Zitat von Lao-Tse: Weil die Vielen an ihrem Leben hängen, darum kann man sie mit dem Tod schrecken.

In dem man den Tod zum Feind macht, verliert sich der Mut und die Liebe zum Leben. Wer sich darin bemüht den Tod als Bestandteil des Lebens, ja sogar zum Ziel anzunehmen, geht durch die Angst zur Freude, zum Mut und zur Liebe. Dieses nennt Joachim Harms die Kunst zu sterben. Viele Menschen halten nicht mehr aus, was Mensch zu sein bedeutet, wie ein Stein seinen Abdruck im Boden zu hinterlassen, wie ein Baum seinen Schatten zu werfen. Joachim Harmes ist ein Zeitgenosse, der in Düsseldorf lebt und arbeitet.

Er wird am 11. September sein poetisches Buch Aus der Zeit gefallen – Über die Kunst zu Sterben, zur Liebe und zum Mut – hier lesen und vorstellen.

Dann möchte ich noch kurz einen Film nennen. Einige werden ihn kennen.

Das Salz der Erde von 2014 ist ein Dokumentarfilm über das Leben und Werk des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado in der Ko-Regie seines Sohnes Julian0 R. Salgado und Wim Wenders.

Er dokumentierte weltweit Spuren der Menschheitsgeschichte in einem Zeitraum von 40 Jahren. Als sozialdokumentarischer Fotograf wurde er Zeuge von internationalen Konflikten, Vertreibung, Krieg, Hunger und Leid.

Das Erlebte hielt er mit Schwarzweißfotos in Bildreportagen und Fotobänden fest. Salgado erkrankte seelisch an dem Gesehenen und widmete sich in einer Schaffenspause der Wiederaufforstung eines erodierenden Gebietes in seiner Heimat, wodurch er zu seinem Fotoprojekt „Genesis“ inspiriert wurde, das die paradiesischen, von Menschen unberührten Orte der Erde zeigt. Damit kehrt er an den Ursprung allen Lebens zurück und offenbart eine Hommage an die Schönheit unseres Planeten.

Obwohl der Film ein sehr negatives Bild prägt, geht man mit einem positiven Gefühl aus dem Kino.

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Sonntag, 3. Juli 2022, 15 – 18 Uhr

Zur Finissage findet um 16 Uhr die musikalische Lesung „Spuren in den Iran – Feuer fragt nicht“ mit der Autorin Mitra Gaast, der Sängerin und Dichterin Sanaz Zaresani und Multiinstrumentalist und Komponist Benjamin Stein statt, die durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh finanziell unterstützt wird.

Sonntag, 12. Juni 2022, 15 – 18 Uhr

ab 16 Uhr Austausch zum Archetyp der „Großen Mutter“ und Bericht von der Biennale Dakar mit Katharina Lökenhoff“

Sonntag, 5. Juni 2022, 14 Uhr

Unken mit herzförmigen Augen, Kröten mit Fesselkünsten und Frösche, die ihre Farbe wechseln – all das und vieles mehr lässt sich in unserer heimischen Amphibienwelt bestaunen. Die Paarungsgesänge unserer Amphibien sind aus Gärten und Landschaft nicht wegzudenken: Doch sie drohen zu verstummen.

Dem Buch „Wunderwelt Totholz“, das von Farina Graßmann in der galerie#23 schon vor zwei Jahren vorgestellt wurde, folgt jetzt die “Wunderwelt heimische Amphibien“. Die Autorin arbeitet als Naturfotografin und Referentin für Naturschutzthemen.

Am 5. Juni 2022, 14 Uhr, erzählt Farina Graßmann in zwei verschiedenen bebilderten Vorträgen in der Galerie über das faszinierende Leben der Amphibien. Zwischen den Vorträgen gibt es eine Pause, Zeit für spannende Gespräche und für einen Rundgang durch die Galerie sowie durch den Skulpturengarten. Auch die Bücher der Autorin können vor Ort gekauft und signiert werden lassen.

Die galerie#23, Frohnstr. 3 in Velbert-Langenberg ist von 13 – 17 Uhr geöffnet.

Literaturlesungen am Büchermarkttag: Sonntag, 15. Mai 2022

Am Sonntag, 15. Mai 2022, findet endlich wieder von 11 bis 18 Uhr der beliebte Langenberger Büchermarkt auf dem Froweinplatz und der Hellerstr. (zwischen Kath. und Alter Kirche) statt.

Anlässlich des Büchermarkttags freut sich der Bücherstadtverein, acht junge Literaturstipendiaten in Langenberg begrüßen zu dürfen, die im Rahmen einer „Literatur-Rallye“ an mehrere Orten in der Langenberger Altstadt  aus ihren Werken vor Publikum lesen werden.

Anwesend sein werden in Langenberg folgende Autoren aus ganz NRW, die ein „Stadt-Land-Text NRW“-Stipendium erhalten haben:

 Álvaro Parrilla Álvarez, Stefanie de Velasco, Tobias Siebert, Ulrike Anna Bleier, Rabab Haidar, Kadir Özdemir, Neïtah Janzing, Tobias Schulenburg

Als Leseorte sind das „Alldie-Kunsthaus“ (Wiemerstr. 3), das Antiquariat Bücherquelle (Kamper Str. 13), die Galerie#23 (Frohnstr. 3) und das Foyer des Hist. Bürgerhauses (Hauptstr. 64) vorgesehen. Die Uhrzeiten der Lesungen an den einzelnen Orten werden Anfang Mai hier und auf Plakaten bekanntgegeben.    — EINTRITT FREI ! —

Hier finden Sie Angaben zu den Biografien und Werken der Stipendiaten:

Stadt-Land-Text-Stipendiaten 2022

Ausstellung EVAS WEG, 1. Mai – 3. Juli 2022

„EVAs Weg“ ist der Titel der Ausstellung, die am 1. Mai 2022 in der galerie#23 eröffnet wird.  Sieben KünstlerInnen, Anneke Balvert, Fatimah Hossaini, Barbara Kroll, Enoh Lienemann, Roger Löcherbach, Katharina Lökenhoff und Helmut Warnke zeigen ihre Lebenserfahrungen und Sicht zu „EVAs Weg“ in Form von Malerei, Skulptur, Fotografie, Installation und Kurzfilmen. Die Eröffnung in der Frohnstr. 3 in Velbert-Langenberg ist von 12 – 17 Uhr. Es wird eine Einführung geben, in der die KünstlerInnen auch zu Wort kommen. Es können Fragen gestellt werden, die auch zu einer Diskussion über dieses Thema führen sollte. Die Ausstellung geht bis zum 3. Juli 2022. Zur Finissage gibt es die musikalische Lesung „Spuren in den Iran – Feuer fragt nicht“ mit der Autorin Mitra Gaast, der Sängerin und Dichterin Sanaz Zaresani und Multiinstrumentalist und Komponist Benjamin Stein.

Barbara Kroll

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Ausstellung Andrea Thierbach und Yahia Alselo

Ausstellung bis 24. April 2022

geöffnet: Sonntag, 3. April 2022, 12 – 15 Uhr

Finissage, 24. April 2022 von 12 – 15 Uhr

Yahia Alselo 

Yahia Alselo (Silo) 1966 in Abrass, ein syrisches Dorf nördlich von Aleppo, geboren, ist Maler, Karikaturist, Kinderzeichner. Er schreibt außerdem Bücher. Romane, Bücher über die kurdische Politik, sozialpolitische Romane und Kurzgeschichten.

Von 1985 – 1988 studierte er in Aleppo Kunst am Institut der Bildenden Künste, Fachrichtung Malerei und Bildhauerei. Seit den 90er Jahren ist er als freischaffender Künstler tätig, lebt und arbeitet seit 2008 in Düsseldorf.

„Silos Beobachtungen über die Außen- und Innenwelt treffen sich in den Tiefen seiner Vorstellungskraft und überqueren die engen Gassen seiner Leidenschaft, um seine unabhängige Kunst zu formen. Er ist einer der Namen der Welt der modernen Kunst und pflanzt mit seiner neuen Technik Hoffnung in Trümmer und umarmt die Wärme des Lebens im Herzen seiner Pinsel, in einer Welt. In der die Dunkelheit laut spricht, sprechen die Farben lauter.“                                                                                                          Loran. C.

 Andrea Thierbach

Andrea Thierbach, 1971 in Schwerte geboren, absolvierte nach ihrem Studium der Sozialpädagogik und der Bildenden Kunst ein einjähriges Praktikum bei den städtischen Bühnen Dortmund. „Die Zeit bei den städtischen Bühnen Dortmund hat mich intensiver an das künstlerische Arbeiten herangeführt gebracht, sodass das künstlerische Arbeiten zum Teil meines Lebens wurde. Neben der Farbgestaltung, Mischen von Farbtönen, Reproduktion von Bildern auch auf großen Flächen, plastisches Arbeiten mit Ton und verschiedene Techniken des Abformens mit Gips war auch der Austausch untereinander und das gemeinsame Erschaffen von Kunst wichtig, um mich weiter zu bringen“, so Andrea Thierbach

Eine neue Form des Malens, das intuitiv, experimentelle und oft abstrakte, kam Anfang 2000 hinzu, als sie begann großflächiger auf Leinwänden zu malen. „Die große Fläche gibt einen viel weiteren Raum, gibt Freiheit… Das Gefühl von Loslassen, in der Gegenwart zu sein, zu fühlen…erfüllt mich“, so die Künstlerin. „Dieses Gefühl des Fließens, geleitet vom Empfinden, ob etwas passt oder nicht, schließt die Kontrolle des Denkens aus. Dann befinde ich mich im Hier und Jetzt ohne Gedanken an Vergangenheit und Zukunft… So öffnet sich ein Raum der Sinnlichkeit, in dem intuitive Kunst geboren werden darf. Jenseits von falsch oder richtig entstehen dann spielerisch experimentell authentische Werke.“

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Am 5. September 2021, präsentiert die Künstlerin Ayse Arslan ihre Collagen. Sie ist von 13 – 17 Uhr persönlich in der Galerie anwesend.

1964 in Essen geboren besuchte sie nach der Ausbildung zur Damenschneiderin die Modefachschule Düsseldorf/Schloß Eller. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Mode-Designerin ist sie seit 1994 als freischaffende Textilkünstlerin tätig.

„Ich war lange als Textilkünstlerin tätig und arbeite seit 2005 ausschließlich als Bild-Künstlerin, oft unter Verwendung textilen Materials, was ich in den langjährigen Collage-Arbeiten „Fragmente“ in Verbindung mit Papier bemalt, gefärbt und auch strukturell verformt einsetze. Dabei löse ich die Grundformen von Stoff und Papier auf und setze sie dann fragmentarisch wieder zu einem neuen Ganzen zusammen.

So entstand nach langjährigem Experimentieren das neue FRAGMENT. Ausstellungen hatte ich seither mit Künstlern unterschiedlicher Kunstsparten“, so Ayse Arslan.

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Am Sonntag, 15. August 2021, präsentiert die Künstlerin Andrea Thierbach, 1971 in Schwerte geboren, ihre neuesten Tuschemalereien in der galerie#23, Frohnstr. 3, in Velbert-Langenberg. Sie ist von 13 – 17 Uhr persönlich dort anwesend.

Nach dem Studium der Sozialpädagogik und der Bildenden Kunst, absolvierte sie ein einjähriges Praktikum bei den städtischen Bühnen Dortmund. „Die Zeit bei den städtischen Bühnen Dortmund hat mich intensiver an das künstlerische Arbeiten herangeführt gebracht, sodass das künstlerische Arbeiten zum Teil meines Lebens wurde. Neben der Farbgestaltung, Mischen von Farbtönen, Reproduktion von Bildern auch auf großen Flächen, plastisches Arbeiten mit Ton und verschiedene Techniken des Abformens mit Gips war auch der Austausch untereinander und das gemeinsame Erschaffen von Kunst wichtig, um mich weiter zu bringen“, so Andrea Thierbach

Schon früh entstand die Vorliebe für filigrane Skizzen und Zeichnungen, wobei die dargestellten organischen Formen sich immer mehr abstrahierten. Eine neue Form des Malens, das intuitiv, experimentelle und oft abstrakte, kam Anfang 2000 hinzu, als sie begann großflächiger auf Leinwänden zu malen. „Die große Fläche gibt einen viel weiteren Raum, gibt Freiheit… Das Gefühl von Loslassen, in der Gegenwart zu sein, zu fühlen…erfüllt mich“, so die Künstlerin. „Dieses Gefühl des Fließens, geleitet vom Empfinden, ob etwas passt oder nicht, schließt die Kontrolle des Denkens aus. Dann befinde ich mich im Hier und Jetzt ohne Gedanken an Vergangenheit und Zukunft… So öffnet sich ein Raum der Sinnlichkeit, in dem intuitive Kunst geboren werden darf. Jenseits von falsch oder richtig entstehen dann spielerisch experimentell authentische Werke.“


Am Sonntag,25. Juli 2021, ist die Galerie von 13 – 17 Uhr geöffnet,

Zu sehen sind die neuesten Arbeiten von Annette Dyba, die persönlich anwesend ist.

Die Arbeiten von Annette Dyba sind vorwiegend abstrakt, stehen teils an der Schwelle zum Gegenständlichen. Sie lassen dem Betrachter Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Der geistige Austausch über ihre Bilder ist der Künstlerin sehr wichtig, denn dieser ermöglicht einen Perspektivwechsel und entwickelt den Geist weiter.

Seit 2020 widmet sich Dyba in ihrem künstlerischen Schaffen neben Acrylfarben einem weiteren Material – Epoxidharz. Die Motive der „Gussbilder“, in denen neben Farbpigmenten auch Kohle und Blattgold verarbeitet werden, hat Dyba von Acryl zu Harz adaptiert und notwendigerweise modifiziert. Beim Malen auf Leinwand ist die Handlungsebene auf 2 Dimensionen beschränkt, und die 3. Dimension – die Tiefe des Bildes – wird durch Form und Farbe illusioniert. Mit dem plastischen Harzguss geht Dyba wirklich in die 3. Dimension.

Das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Loslassen kommt hinzu. Zum einen entwirft Dyba die Motive und gibt beim Gießen dem Material kontrolliert Impulse, zum anderen ist das chaotische Strömungsverhalten des Materials ein Faktor im endgültigen Werk.

Annette Dyba ist Künstlerin aus dem Ruhrgebiet, 1971 in Gelsenkirchen geboren, in Gladbeck aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Germanistik und Sport.

Der Drang zum kreativen Schaffen setzte sich durch, so dass sie ein künstlerisches Studium, das sie im Jahre 2000 mit Diplom abschloss, absolvierte. Aktuell erweitert die Künstlerin ihr Bewusstsein durch ein Philosophie-Studium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Auch Ute Augustin-Kaiser ist am Sonntag, 25. Juli 2021, anwesend und zeigt zu ihren anderen Arbeiten in der Galerie einen Ausschnitt ihrer Keramikarbeiten.


Sonntag, 18. Juli 2021, ist die galerie#23 geöffnet.

„In jedem abgebrochenen Ast oder gefälltem Baum steckt ein kleines Kunstwerk. Ich muss es nur herausarbeiten. Und das mache ich mit Begeisterung. Es ist faszinierend einem alten Baum zu einem neuen Leben zu verhelfen. Gerade noch ein Stück Holz und nach meiner Bearbeitung ist es ein Schmuckstück, Kugelschreiber oder eine Leuchte für gemütliche Stunden.“

So die Worte von Manfred Mistel, der am Sonntag, 18. Juli 2021, in der galerie#23, von 11 – 17 Uhr anwesend ist und seine geschaffenen Werke zeigt, die auch käuflich zu erwerben sind.

Christian Lüttgen, der seine Skulpturen, Druckgrafiken und Fotoarbeiten zeigt, wird auch anwesend sein.

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Die galerie#23 wird dieses Jahr Werke verschiedener Künstler und Künstlerinnen, die noch nie in der Galerie ausgestellt haben, die Möglichkeit bieten einen Teil ihrer Kunstwerke zu präsentieren und sich vorzustellen. Nächstes Jahr ist dann eine große Ausstellung geplant. Christian Lüttgen aus Hilden beginnt am kommenden Sonntag in drei Räumen kleine Skulpturen, Collagen sowie Fotografien und Druckgrafiken zu zeigen. Ein zentrales Thema in seinem Gesamtwerk ist immer wieder der Mensch in Beziehung zu seiner Umgebung, seinem sozialen Lebensraum.

Christian Lüttgen begann nach seiner Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer mit dem Studium des Objektdesign an der FH Aachen. Das Studium der Bildhauerei folgte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und an Burg Giebichenstein Halle an der Saale.

Die galerie#23, Frohnstr. 3, 42555 Velbert-Langenberg, hat am 11. Juli 2021 von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Christian Lüttgen wird persönlich anwesend sein. Weitere Termine können unter 02052/9258363 vereinbart werden.

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Die galerie#23 zeigt ab dem 30. April 2021 neue Werke von Martina Kissenbeck.

Unter Berücksichtigung der Coroanbedingungen können Termine vereinbart werden: Telefon 02052/9258363 und 0176/82303025.

6. Dezember 2020, 13 – 18 Uhr

Auch wenn der Nikolaus Sie nicht persönlich begrüßen kann, steht für jeden großen und kleinen Besucher eine kleine Überraschung bereit, unverbindlich zu einem Kauf.

Deshalb öffnet die Galerie am Sonntag,

6. Dezember 2020,

von 13 – 18 Uhr

ihre Türen unter Beachtung der Corona-Maßnahmen.

Wer noch etwas Besonderes und Einmaliges für Weihnachten sucht; wir haben Drucke verschiedener Künstler, auch schon ab 20 Euro, Fotografien, Skulpturen und viele Unikate von:

Nina Koch, Jems Robert KokoBi, Evangelos Koukouwitakis, Bernhard Kucken, Anett Münnich, Helmut Büchter, Edith Oellers, Tati Strombach-Becher, Stephan Preuss, Ute Augustin-Kaiser, Anne Kaiser und Peter von Malotki (1943 – 2016).

Vorübergehende Öffnungszeiten:

Samstag von 11 – 13 Uhr + Sonntag von 13 – 15 Uhr

Oder nutzten Sie die Möglichkeit mit einem Termin nach Vereinbarung unter 02052/9258363 und 02052/4758 in die Galerie zu kommen. Wir sind auch in der Weihnachtszeit zu erreichen und stehen gerne beratend zu Seite.

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Montag, 9. November 2020

UND WEITER GEHT ES …

Wir dürfen als ein Unternehmen des Gewerbes die Galerie öffnen, aber keine neue Ausstellung eröffnen.

Aber wir haben einige Exponate in verschiedenen Räumen auf drei Ebenen von unterschiedlichen Künstlern der Galerie: Nina Koch, Jems Robert KokoBi, Evangelos Koukouwitakis, Bernhard Kucken, Anett Münnich, Helmut Büchter, Edith Oellers, Tati Strombach-Becher, Stephan Preuss und Peter von Malotki (1943 – 2016).

Es gibt für jeden etwas, angefangen mit Drucken ab € 20,–.

Und alles ist regional, die Galerie sowie die Künstler.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen fallen allerdings alle weiteren Veranstaltungen aus. Der Vortrag der Kunsthistorikern Marie-Christine Schoel über die Künstlerin des abstrakten Expressionismus Lee Krasser wird bis auf Weiteres verschoben.

Vorübergehende Öffnungszeiten:

Samstag von 11 – 13 Uhr + Sonntag von 13 – 15 Uhr

Oder Öffnungszeiten nach Vereinbarung unter Telefon-Nr. 02052 9258363 + 02052 4758

Sonntag, 30. August 2020 von 14 – 17 Uhr

Finissage der Ausstellung „Nicht Ohne“,

Erweiterung des Skulpturengartens mit Werken von

Catalin Badarau, Armin Baumgarten, Nina Koch und Bernhard Kucken.

Sonntag, 23. August 2020, 17 Uhr

Die Bildhauerin Camille Claudel
präsentiert von der Schauspielerin Martina B. Mann

Als Bildhauerin, Schülerin und Geliebte Rodins geriet sie zu ihrer Zeit in die Schlagzeilen: Camille Claudel, Schwester des französischen Dichters Paul Claudel, 1864 geboren und 1943 nach 30 Jahren in einer Nervenheilanstalt gestorben.

In einer Zusammengestellung aus Briefen, Texten, Notizen und Bildern soll ein Einblick in das Leben der Camille Claudel gegeben werden.

„Mit ihrer Kunst hat Camille ihr Innerstes nach außen gekehrt. In ihren Werken spürt man die große Verletzbarkeit und Sehnsucht der Künstlerin.“ (Martina B. Mann)

Führung durch die Ausstellung mit Regina Thorne und Klaus Fabian

Sonntag, 9. August 2020 von 14 – 16 Uhr

   Sonntag, 26. Juli 2020 von 13 – 17 Uhr

Bildervortrag und Buchvorstellung

Totholz ist ein einzigartiger und oft unterschätzter Lebensraum. Denn entgegen seinem Namen ist es alles andere als tot: Hirschkäfer, Feuersalamander und Waldkäuze lassen sich hier genauso nieder wie Pilze und Moose. Noch dazu ist Totholz gerade in Zeiten des Klimawandels ein wertvoller Speicher von Wasser und Kohlenstoff.

An diesem Tag entführt Farina Graßmann in die oft verborgene Welt des Totholzes. Sie ist Naturfotografin und Autorin des Buches „Wunderwelt Totholz“, das im Mai beim pala-verlag erschienen ist. Das Buch zeigt die vielfältigen Seiten dieses Lebensraums – und plädiert zugleich für deren Wertschätzung, Respekt und Schutz.

Wie viel Totholz braucht ein Wald? Warum hilft uns der Borkenkäfer dabei? Was
können wir tun für mehr Totholz im Wald und im Garten? Diesen und weiteren Fragen geht Farina Graßmann in ihrem Vortrag auf den Grund. Außerdem wird es Bilder zu sehen geben, in denen sich die Vielfalt vom Totholz und seinen Bewohnern zeigt.

Filmvorführung und Vortrag gibt es um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr. Es ist ausreichend Zeit sich mit der Autorin über das Thema zu unterhalten und Fragen zu stellen. Das Buch ist käuflich für € 19,90 zu erwerben und wird von der Autorin signiert.

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14. Juni 2020 – Ausstellung Klaus Fabian, Detlev Gregorczyk und Regina Thorne – NICHT OHNE

Dass Insekten eine Kunstausstellung füllen, war lange ein Randphänomen. Seit ihr Verschwinden immer deutlicher wird, ändert sich das allerdings. Denn es hat sich herumgesprochen, dass Insekten uns alle angehen. Und wir sind existenziell auf sie angewiesen. Ohne sie bräche fast die gesamte Nahrungskette für uns Menschen und Tiere zusammen; eine einschneidende Verarmung des Lebens.

Der Erlebniswert der Insekten geht aber über materielle Aspekte hinaus, denn sie haben immer auch Kulturen beflügelt und mit geprägt. Es gibt also gerade aus Sicht unserer Psyche wesentliche Kontakte zwischen Menschen und Insekten, was das Wort Psyche selbst belegt. Bedeutet es im Altgriechischen Schmetterling und Seele zugleich. Ein Schmetterling kann etwas anrühren, das den Alltag ebenso wie unser Bedürfnis nach tiefer reichenden Welterklärungen umfasst und manchmal bis ins Religiöse hineinreicht. Können da überhaupt Dichtung und Kunst, in deren Magnetfeldern Begriffe wie Schönheit und Wunderbares noch nicht verloren sind, auf die Welt der Insekten verzichten?

Die drei Künstler des Projekts NICHT OHNE stellen diese Tier-Welt auf ganz individuelle Weise in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Doch  fügen sie zum ersten Mal ihre Arbeiten so zusammen, dass dem Betrachter auch das Wechselspiel von Diversität und Verbund in der Natur deutlich werden kann, aus dem heraus Insekten leben und wir ebenfalls.

Da die drei künstlerischen Sicht- und Herangehensweisen ein breites Spektrum an Möglichkieten anbieten, wie man sich auf unterschiedliche Weise den Insekten nähern kann, wirkt Kunst hier nicht nur dabei mit unnötige Aversionen gegen Insekten abzubauen, die z. T. historisch auch berechtigen Ängsten entstanden sind. Die Künstler möchten mit dieser Ausstellung einen Beitrag leisten, Insekten über die rein materielle Lebensnotwendigkeit hinaus auch als Bereicherung für uns alle ansehen. Und dabei sollten auch die Kinder nicht vergessen werden, die schon in der Schule lernen, warum Insekten für unser tägliches Leben von größter Wichtigkeit sind, obwohl manche von ihnen uns sehr belästigen können. Diese Ausstellung bietet ergänzend dazu Erlbenisse der phantasiebeflügelten Art, weil das Potential der Insekten auch auf diesem Terrain ganz bestimmt NICHT OHNE ist – gerade für Kinder.

Aktionstag: ALBRECHT, DIE WIESE LEBT NOCH

         am 21.6.2020 in der galerie #23

Es ist den ausstellenden Künstler*innen Regina Thorne, Detlev Gregorczyk und Klaus Fabian wichtiges, mit diesem Aktionstag dazu beizutragen, die verständliche Scheu vor Insekten abzubauen und anzuregen, sich mit persönlichem Engagement auch für ihren Erhalt einzusetzen.

Von 11.00 – 17.00 Uhr können Insekten im Galerie-Garten bei dieser Aktion leibhaftig in Augenschein genommen werden (bis hinein in das Bodenstreu)  und werden damit zum integralen Bestandteil des ausge-stellten Insekten-Projekts NICHT OHNE!

Es gibt viele Gelegenheiten zu persönlichen Entdeckungen und Gesprächen über diese Tierwelt, deren bedrohliches Verschwinden allmählich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt.

Zu unserer großen Freude unterstützt uns der NABU Mettmann durch Mitmach-Aktionen und eine Fülle lehrreicher umweltbezogener Informationen.

Auch und gerade Kinder sind dazu herzlich eingeladen!

    Ab 15.00 Uhr spielt das Trio: MÉLANGES À TROIS

              Kaffeehaus-Musik, Klassik und Jazz

          

NICHT OHNE!

Ausstellung -„NICHT OHNE“ mit Klaus Fabian, Detlev Gregorczyk und Regina Thorne

Eröffnung: 14. Juni, von 13 bis 17 Uhr,

Dass Insekten eine Kunstausstellung füllen, war lange ein Randphänomen. Seit ihr Verschwinden immer deutlicher wird, ändert sich das allerdings. Denn es hat sich herumgesprochen, dass Insekten uns alle angehen. Und wir sind existenziell auf sie angewiesen. Ohne sie bräche fast die gesamte Nahrungskette für uns Menschen und Tiere zusammen; eine einschneidende Verarmung des Lebens.

Der Erlebniswert der Insekten geht aber über materielle Aspekte hinaus, denn sie haben immer auch Kulturen beflügelt und mit geprägt. Es gibt also gerade aus Sicht unserer Psyche wesentliche Kontakte zwischen Menschen und Insekten, was das Wort Psyche selbst belegt. Bedeutet es im Altgriechischen Schmetterling und Seele zugleich. Ein Schmetterling kann etwas anrühren, das den Alltag ebenso wie unser Bedürfnis nach tiefer reichenden Welterklärungen umfasst und manchmal bis ins Religiöse hineinreicht. Können da überhaupt Dichtung und Kunst, in deren Magnetfeldern Begriffe wie Schönheit und Wunderbares noch nicht verloren sind, auf die Welt der Insekten verzichten?

Die drei Künstler des Projekts NICHT OHNE stellen diese Tier-Welt auf ganz individuelle Weise in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Doch  fügen sie zum ersten Mal ihre Arbeiten so zusammen, dass dem Betrachter auch das Wechselspiel von Diversität und Verbund in der Natur deutlich werden kann, aus dem heraus Insekten leben und wir ebenfalls.

Da die drei künstlerischen Sicht- und Herangehensweisen ein breites Spektrum an Möglichkieten anbieten, wie man sich auf unterschiedliche Weise den Insekten nähern kann, wirkt Kunst hier nicht nur dabei mit unnötige Aversionen gegen Insekten abzubauen, die z. T. historisch auch berechtigen Ängsten entstanden sind. Die Künstler möchten mit dieser Ausstellung einen Beitrag leisten, Insekten über die rein materielle Lebensnotwendigkeit hinaus auch als Bereicherung für uns alle ansehen. Und dabei sollten auch die Kinder nicht vergessen werden, die schon in der Schule lernen, warum Insekten für unser tägliches Leben von größter Wichtigkeit sind, obwohl manche von ihnen uns sehr belästigen können. Diese Ausstellung bietet ergänzend dazu Erlbenisse der phantasiebeflügelten Art, weil das Potential der Insekten auch auf diesem Terrain ganz bestimmt NICHT OHNE ist – gerade für Kinder.

 

 

Zwei Welten …

Franz Küsters und Sebastian Walter-Lilienfein

Ausstellung: 10. Mai bis zum 31. Mai 2020

Geöffnet: Sonntag, 17. Mai 2020, 13 – 17 Uhr

Franz Küsters: 1938 in Vorst bei Krefeld geboren, absolvierte er nach der Schule eine Malerlehre, die er mit der Meisterprüfung abschloss. Nach dem er von 1959 bis 1964 die Werkkunstschule in Krefeld mit dem Studienfach Wandmalerei besuchte und mit dem Staatsexamen abschloss, studierte er von 1964 bis 1967 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys Bildhauerei. Daran schlossen sich weitere vier Semester bei Claus Achenbach und Erwin Heerich an. Das Studium beendete Franz Küsters als Meisterschüler.

27 Jahre war er Lehrkraft an der Kunstakademie Düsseldorf und leitete die Gipsbildnerei. Seit 2002 lebt und arbeitet Franz Küsters in Berlin.

Franz Küsters Werk zeichnet sich durch die Vereinigung abstrakter geometrische Reduktion und visuell-sinnlicher Vielfalt im Sinne des konkreten Denkens aus. Seine Werke bewegen sich zwischen Malerei und Objektkunst, zwei- oder dreidimensional.

Sebastian Walter-Lilienfein. 1959 in Düsseldorf geboren, studierte ab 1980 freie Malerei an der HBK Kassel bei Prof. Kurt Haug und Prof. Manfred Bluth mit einem Diplom 1986. Er lebt und arbeitet seit 1987 in Essen-Kettwig. 1991 wurde er Mitglied im Sonderbund in Deutschland.

Künstlerischer Standpunkt: „Vielleicht ist künstlerische Tätigkeit eine Möglichkeit im Leben Position zu beziehen oder die eigene Position im Leben, in der Welt verflochten, in die ich unwillentlich, unschuldig und unwissend geraten bin und die ich unwillentlich, wenig wissend und sicher nicht unschuldig wieder verlassen muss.

Vielleicht ist es eine Möglichkeit das Leben, die Welt zu befragen oder in Frage zu stellen. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit die Welt auszuhalten: Heimat zu finden an einem Ort, an dem man in die größtmögliche Nähe zu sich und damit zur Welt rücken kann – ‚Finde diesen Ort und beheimate dich selbst in deiner Arbeit‘ möchte ich mir zurufen.

 

 

Franz Küsters und Sebastian Walter-Lilienfein

Ausstellung: Franz Küsters und Sebastian Walter-Lilienfein

10. Mai – 31. Mai 2020

Geöffnet ist die Galerie, Sonntag, 10. Mai 2020 von 11 – 17 Uhr.

 

Zu beachten sind die zurzeit herrschenden Bedingungen in Bezug auf Corona.

Nutzen Sie auch zusätzlich die Möglichkeit einen Termin zu vereinbaren.

Die Künstler sind am Sonntag anwesend.

 

Helge Achenbach

Sonntag, 17. November 2019, 12 – 16 Uhr, Buchvorstellung und Lesung mit Helge Achenbach.

Kunstliebhaber und Romantiker, Narzisst und Machtmensch – der Kunstberater Helge Achenbach förderte die Karrieren von Größen wie Jeff Koons und Gerhard Richter und stattete das Quartier der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Brasilien mit Kunst aus. Eine berühmt-berüchtigte Figur im schillernden Kunstbetrieb, die sich im Streben nach Geld und Anerkennung verlor. Das bittere Ende: Achenbach betrog den Aldi-Erben und Milliardär Berthold Albrecht beim Vermitteln von Kunstwerken und Oldtimern mit verdeckten Preisaufschlägen und musste dafür vier Jahre in Haft. Seine schonungslos ehrlichen Memoiren geben Einblicke in den deutschen Kunstbetrieb, berichten von seiner ersten Galerie, dem Aufstieg als Kunstberater mit mehreren Firmen und Restaurants in Düsseldorf, großen Deals und Exzessen – und dem Absturz mit Verhaftung, Verurteilung und Gefängnis. Es sind die Bekenntnisse eines Filous.

 

Es wird auch das Projekt „Kultur ohne Grenzen – culture without borders“ vorgestellt, ein gemeinnütziger Verein, der sich für Kulturschaffende in Gefahr, aus Kriegs- und Krisengebieten engagiert und ihnen bei der Integration in eine neue, sichere Zukunft hilft.

www.culturewithoutborders.art

Ausgestellt werden einige Werke der Künstler Jems Robert KokoBi (ElfenbeinKüste), Armin Baumgarten (Deutschland), Yahia Alselo (Syrien) und Evelina Velkaite (Litauen), Helge Achenbach (Deutschland) und CBA Tokyo (Japan), die vom 17. November bis zum 22. Dezember 2019 zu sehen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„ICH WILL EINE RUNDE SACHE“ – Ein Gespräch mit Axel Kreiser, anlässlich der Ausstellung in der galerie#23, August 2019

Alle deine Skulpturen sind aus Abschnitten von Stahlrohren gemacht. Warum, was ist Dir dabei wichtig?

Als ich anfing, Rohre in Segmente zu unterteilen und aufzuschneiden, war ich mir keineswegs sicher, ob dieses Neuzusammensetzen unterschiedlicher Teile, sich nicht schnell erschöpfen würde. Ich wusste nicht, ob die falsch zusammengeklebten Puzzelteile, überhaupt ein interessantes Bild ergeben würden. Jede noch so kleine Fläche eines solchen Rohrstückes ist, je nachdem wie man es betrachtet, nach innen oder nach außen gewölbt. Eine sehr banale Sache eigentlich, aber ich erinnerte mich an eine Aussage Rodins, wonach jede Skulptur eine Abfolge konkaver und konvexer Formen sei. Rodin konnte sich Ende des 19. Jahrhunderts nicht vorstellen, dass ein Würfel bereits eine vollwertige Skulptur sein könnte. Ich mochte den Minimalismus immer sehr, aber er erlaubte einfach keine komplexen Formen. Aber komplexe Formen interessierten mich. Mit den Rohren hatte ich einen Weg gefunden, mit einfachen Mitteln Formen zu entwickeln, die mich überraschten.

Wenn du von Formen sprichst, meinst Du in erster Linie abstrakte Formen?

Ja, oft. Aber ich glaube wir wissen nicht, was abstrakte Formen sind. Eigentlich wissen wir nur was konkrete geometrische Formen sind, also Quader, Zylinder, Kugel. Sonst sprechen wir in Bezügen: Tropfenform, Zapfenform, Pilzform, Kristallform usw. Sehr schnell werden Formen unübersichtlich. Wenn eine Kugel etwas gedrückt so eine Art Ei wird, können wir das nur noch schlecht beschreiben. Vielleicht würde man von einer amorphen Form sprechen und spätestens damit feststellen, dass einem die Begriffe endgültig fehlen. Es gibt mehr Formen als Begriffe, mehr seltsame Dinge als Verständnis dafür.

Heißt das, dass du an einem eigenen Formenvokabular arbeitest?

Nein, eher nicht. Die Rohrstücke sind auch eine Art Einschränkung. Sie bleiben irgendwie verwandt, bleiben in einem bestimmten Sound. Mir gefällt, dass es bei „Tintinnabulum“ eine Symmetrie gibt, sogar der Gegenstand einer Glocke ablesbar ist und bei „Spiel“ dann, an einer bestimmten Stelle, dieses rippenartige wieder auftaucht. Trotzdem sind diese beiden Sachen als Formen ziemlich weit voneinander entfernt.

Gut,du machst symmetrische und asymmetrische Formen, das unterhält Dich. Warum ist das gerade heute wichtig?

(lacht) Ja, es unterhält mich. Das ist, finde ich, ein legitimer, wichtiger Grund. Nein, mein Gefühl ist, dass solche Arbeiten im Moment niemandem wirklich wichtig scheinen. Es gibt viel Kunst, die Konzepte verfolgt oder komplette Räume gestaltet. Eine kleine Form auf einem Sockel, das ist ziemlich oldschool. Ich persönlich aber glaube an eine Aufladung von Material. Wenn jeder Quadratmillimeter wieder und wieder bearbeitet wurde, gibt es zwei mögliche Ergebnisse. Entweder eine Sache ist endgültig todgeküsst oder sie wurde wirklich in eine neue Bedeutung transformiert. Mir jedenfalls, ist beides schon passiert.

Richtig verstehe ich das noch nicht. Gelungene Formen sind für dich also solche, die eine konkrete Bedeutung haben?

Das ist tatsächlich schwierig. Für die allermeisten Menschen meint Bildhauerei, die Bronzefigur auf einem Sockel im Park. Sie stellen sich die Frage nach dem Raum, wenn sie sich einen Parkplatz suchen. Sie stellen sich die Frage nach dem Material, wenn sie eine für die Haut angenehme Unterhose kaufen und sie stellen sich die Frage nach der Form, wenn sie als Paar, über ein Sofa diskutieren. Für mich als Bildhauer ist Raum, Material, Form jedoch dann am interessantesten, wenn es darum geht eine poetische Qualität zu erreichen. Bei einem Gedicht entsteht aus fünfundzwanzig Wörtern, die gewöhnlich jeder kennt, durch die richtige Setzung eine Gedankenfolge, welche viel weiter trägt, als man es gemeinhin fünfundzwanzig Wörtern zubilligen würde. Das ist es, was ich mit einer Form suche. Fünfundzwanzig Rohrstücke so zu versammeln, dass ein Betrachter betrachtet und sich einer Ahnung hingibt.

Es gibt diese Arbeit „Was bisher geschah“ bei der ein Text untergelegt wurde, was hat es damit auf sich?

Damit habe ich schon früher experimentiert. Bei „Was bisher geschah“ ergab es sich, als ich die Farbe der Stelenform durch Anlassfarben bestimmen wollte, dass ich plötzlich so einen Bronzeton vor mir hatte, wie man ihn von Laternen oder Sarggriffen aus dem Schaufenster des Beerdigungsinstituts kennt. Dann ergab sich dieser innere Monolog und die Präsentation mit dem Nachttischchen, irgendwie fast von alleine. Wenn man Figuration nicht ausschließlich als Abbild des Menschen versteht, sondern den Bezug zum Menschlichen der Figuration hinzuzählte, wäre dies sozusagen eine figurative Arbeit. Doch ich bestehe nicht darauf. Ich will nur verdeutlichen, dass die Beschreibung „macht abstrakte Formen“ nicht genügt.

Es gab viele formale Gesetzmäßigkeiten, z. B. dass in der Bildhauerei nur der Gegenstand zählt. Das hat sich aufgelöst. Heute ist es möglich, dass ein literarischer Text Teil eines Kunstwerks ist. Oder wie Du so schön bemerktest, es unterhält mich. Wenn ich eine Geschichte bekomme, erzähle ich sie.

Das gilt auch für die Titel, wenn ich es richtig verstehe, oder?

Mit Titeln kann man viel falsch machen. Man legt eine Fährte.

Eine Fährte, die zur Bedeutung führt?

Man kann nicht und sollte nicht den Leuten das Schauen und Bedenken abnehmen. Jedes Kunstwerk ist ja nur ein unverbindliches Angebot. Da gibt es nichts einzuklagen, auch keine Bedeutungen. Wenn ich etwas herausgebe aus dem Atelier, glaube ich, dass eine Skulptur genügend Qualitäten aufweist, mit denen zu beschäftigen sich lohnt. Ich will eine runde Sache vorlegen.

Eine runde Sache, die manchmal schroff daher kommt.

Eine überzeugende Sache, weil eine Haltung deutlich wird.

So ist es. Vielen Dank.                                        

Auszug aus der Einführung: …

Claudia Maas schloss nach dem Studium der visuellen Kommunikation an der FH Aachen das Studium der freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg als Meisterschülerin bei Gerhard Rühm ab.

Ihre Arbeiten zeigen fast ausschließlich Menschen in Bewegung, sei es der Tanz, Akrobatik oder andere Sportarten und anderes mehr. In der Serie „Sport“ wird der Blick fokussiert auf die Mimik in der Bewegung. Die Figuren scheinen sich allerdings in Zeitlupe zu bewegen, zu schweben, zumal es keinen Hintergrund sowie keine weiteren bildfüllenden und bedeutungsträchtigen Elemente gibt. Ihre Gesichter erscheinen entrückt in einer anderen Welt zu sein. In ihrer Aussagekraft wirken sie wie Heiligenbilder bzw. zeigen sie Figuren, die als Helden in den Himmel gehoben werden. Betont wird dies farblich im Stil der religiösen mittelalterlichen Malerei bzw. Buchmalerei durch leicht grünliche Hauttöne und goldfarbene Hintergründe.

Ziel von Claudia Maas ist es dem Flüchtigen des jeweiligen Moments, dem kurzen Augenblick hoher Emotionalität, mit den Möglichkeiten des Gemäldes zu antworten.

Weitere Reduzierungen der Körperlichkeit führten zu der Serie der Portraits. Auch diese scheinen dem Betrachter unnahbar in einiger Entfernung zu liegen, betont durch lineare, waagerechte und senkrechte Schraffuren sowie durch die leuchtende durchscheinende Farbigkeit.

Ihre surreal wirkenden Collagen zeigen nackte Menschen in Fragmenten angeordnet, um seelische oder körperliche Erfahrungen und Empfinden auszudrücken. Es könnten Szenen aus dem Tanztheater sein in Drehbewegungen verbunden.

Eine andere Serie – in Acryl oder als Zeichnung – zeigen Menschengruppen in Bewegung, die flüchtend über einen Zaun zu klettern scheinen. Damit ist nicht nur das aktuelle Thema der Kriegsflüchtlinge gemeint. Auch hier ist es die Flüchtigkeit des Moments, das oft ein schnelles Vergessen nach sich zieht,  betont durch die leicht aufgetragene fast monochrome Farbigkeit und den Effekt der Schraffuren. Durch die mehrfachen Schichtungen von Farbe oder Bleistift und ohne feste Begrenzungen durch irgendeine Form von Architektur scheinen auch hier die Menschen zu schweben und als anonyme Masse ineinander überzugehen. Eine eindeutige Zuordnung, welcher Nationalität und welcher Volksgruppe diese Menschen angehören, ist nicht wichtig. Nur das Flüchtige, aber doch Allgemeingültige, soll an Bedeutung gewinnen.

Eine weitere Gruppe von Bildern gehört der Traumwelt an. Es sind unter anderem Bilder in Bild, das heißt der Spiegel als zweideutiges Symbol prägt das Bild. Einerseits gilt er als Zeichen der Eitelkeit und der Wollust. Andererseits symbolisiert er aber auch Selbsterkenntnis, Klugheit und Wahrheit und ist  Ursprung für die heute noch gebräuchliche Redensart „Jemandem einen Spiegel vorhalten“, „Spiegelbild der Seele“.

Wie Dirk Tölke schreibt, sucht Claudia Maas nach adäquaten Bildmitteln und einer Bildsprache, die den Körper nicht als äußerliches Erscheinungsbild, als Kontur oder posierende Haltung wiedergeben, sondern als empfindenden, leiblichen Organismus, der seine innere Verfassung vermittelt.

 

Retrospektive

1943 in Dortmund geboren, absolvierte Peter von Malotki sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Joseph Beuys. Vor drei Jahren (2016) starb Peter von Malotki plötzlich und unerwartet. Seine Werke sind aber geblieben.

Es sind Kompositionen, die an geheimnisvolle Orte voll trauriger Schönheit erinnern. Mit Farbentönen, die der Natur entnommen sind, entstehen geheimnisvolle märchenhafte Landschaften, die dem Betrachter vertraut erscheinen, aber doch so fern sind in einer anderen Welt. Wesen aus mythischen Erzählungen zeigen sich kaum wahrnehmbar. Es ist die geheimnisvolle Lichtführung, der Kontrast von Schönheit und Erhabenheit im Zusammenspiel mit der Natur, in der der Mensch verloren und einsam wirkt. Diese melancholische Grundstimmung in den Bildern mit ihren angedeuteten Zerstörungs- und Verfallsprozessen erinnert an die Landschaftsmalerei der Romantik, einer Zeit der Industriealisierung und Orientierungslosigkeit der Menschen mit der Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies.

Wichtig für den Künstler ist der Prozess der Entstehung seiner Bilder gewesen. „Am Anfang steht nur eine gewisse Vorstellung, wie das Bild aussehen hat“, so sagte Peter von Malotki.  Nach dem großzügigen Auftragen der Ölfarbe auf die Leinwand wurde in manchen Bereichen wieder schichtweise Farbe abgetragen durch Lösungsmittel und Malwerkzeug, aber auch Farbe wieder hinzugefügt bis ein Landschaftsrelief entstanden ist. Das Landschaftsrelief entstand in einem unvorhersehbaren Prozess von Entstehen und Zerstörung, Werden und Vergehen.

Zitat der Kunsthistorikerin Katja Behrens: „Die großen und kleinen Ölbilder von Peter von Malotki brauchen wenige Anhaltspunkte, um ihre Gegenständlichkeit anzudeuten. Landschaftskoordinaten wie eine Horizontlinie, erdfarbene Schichtungen, Verdichtungen und hellere Durchblicke suggerieren Raumbühnen, schaffen an manchen Stellen etwas wie Vorder- und Hintergrund.

Ihre eruptiven Ausdehnungen, die bildgreifenden rötlichen Farbexplosionen erinnern an Kriegsgeschehen oder Vulkanausbruch, an Zerstörung, Tod und Verderbnis, Sintflut und Endzeit. Im dunklen Kontinuum des Bildes schaffen diese mit wenigen malerischen Mitteln angedeuteten Zerstörungs- und Verfallsprozesse ein latentes Katastrophenbewusstsein. Die Farbe wirbelt und kreist, Linien explodieren, bündeln und verlieren sich. Dicke schwere Wolken aus Düsternis und Unheil lassen wenig Mut.

Dann wieder sprühen kleine Lichter auf, verteilen sich wie Diamanten über das Bild und schwirren leicht wie Glühwürmchen in der Bildlandschaft umher, wecken kostbare Erinnerungen, die wie kleine Blitze gleich wieder ins Dunkel abtauchen… Wolkenklumpen lichten sich, weichen einem hellen Himmelsstreifen. Ein kleiner Wassertümpel taucht unversehens hervor. Arkadien.

Irgendwann erscheinen inmitten der elementaren Natur kleine verschwommene Menschengestalten. Sie sind beinah nicht zu erkennen: Stab- oder Lanzenträger aus einer alten mythischen Erzählung, Schamanen oder doch Vermessungstechniker? Lichtgestalten? Wanderer in einer fremden Welt?“

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Auszug der Einführung:

Hyacinta Hovestadt arbeitete nach ihrem Studium (1972 – 1978) an der Kunstakademie Düsseldorf und dem Studium der Kunstwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster von 1985 – 1991 als Museumspädagogin an der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf (K20) tätig.

Wo auch immer Ihre Kunstwerke ausstellt sind, reagieren die Betrachter mit Erstaunen und Verblüffung. Von weitem wird die Außenansicht oft als Holz wahrgenommen. Erst bei näherer Betrachtung erschließt sich die Materialität, das Muster von Wellpappe verschiedenster Art, auf der einen Seite ein kurzlebiges scheinbar fragiles Verpackungsmaterial, aber doch sehr stabil.

Hyacinta Hovestadt arbeitet und experimentiert auch mit anderen Gebrauchsmaterialen wie Ziegeln, ausrangierten Zimmertüren und anderem mehr, aus denen sie ihre Plastiken schafft. Es geht ihr dabei um die Faszination der inneren Strukturen der Materialien, die normalerweise nicht sichtbar sind.

Es dauert manchmal Monate, bis so ein Exponat fertig ist. Mit dem Cutter-Messer schneidet sie die Wellpappe in kleine Streifen und klebt diese schichtweise mit Holzleim aufeinander. Schon am Anfang gibt es eine ungefähre Vorstellung, wie das Kunstwerk am Ende auszusehen hat, aber während des Schaffungsprozesses entwickeln die Objekte ihr eigenes Leben. Selten entspricht der anfängliche Entwurf dem späteren Aussehen, denn im spannungsreichen Entstehungsprozess zeigen sich überraschende Möglichkeiten. Je nachdem, wie man das Messer hält, ob eher senkrecht oder parallel, ergeben sich verschiedene Muster. Zusätzlich spielt die unterschiedliche Färbung der einzelnen Pappen eine wichtige Rolle, die schließlich in ihrer Schichtung einen holzähnlichen Effekt erzeugen können.

Häufig entstehen organisch wirkende, höhlenartige Formen, oft haben sie etwas Archaisches. Manche erinnern an Gebrauchskeramiken, wie Amphoren und Krüge, die eine lange Zeit des Gebrauchs hinter sich haben, abgestellt und vergessen wurden. Die Skulpturen erscheinen fragil, da sie durch die Materialität, die Kapillare der Wellpappe, licht- und damit auch sichtdurchlässig sind. Je nach Lichteinfall und Positionierung entstehen neue Formen und besondere Schattenspiele.

Wellpappe ist durch ihre Materialität vergänglich und fühlt sich warm an im Gegensatz zu Bronzearbeiten, die kalt, schwer und für die Ewigkeit geschaffen worden zu sein scheinen. Hyacinta Hovestadts Kunstwerke dagegen werden nicht ewig präsent und existent sein, wie sie sagt. „Wir leben eine Zeit lang und dann müssen wir gehen und es kommen andere, und die haben eine andere Sicht auf die Welt“.

Es wird zwar hin und wieder Wellpappe für ihre Skulpturen neu bestellt, aber erst einmal wird schon mal genutztes Material bearbeitet. Alltagsmaterialien interessieren sie. „Der Kick ist, aus etwas industriell Verarbeitetem wieder das Naturhafte herauszuarbeiten“.

Bei Eberhard Bitter, in Herne geboren, steht der Mensch im Mittelpunkt mit all seinen Freuden und Konflikten, der Mensch in Bewegung. Nach seiner Buchbinderausbildung bei Firma Girardet in Essen, studierte er Malerei bei Prof. P. Moog und Prof. H. Böhm an der FH Dortmund und arbeitet heute als Dozent an der Ruhr-Universität-Bochum.

Seine Malerei ist figurativ und erinnert in ihrer Komposition an Tanzszenen, aber auch an Figuren des Manierismus, eines Stils im Übergang zwischen Renaissance und Barock.

Eberhard Bitter platziert seine Menschen formatfüllend in einen „leeren“ Raum, losgelöst von jeglicher ortbestimmender Umgebung, ohne hinweisende Sachgegenstände, und auch auf die Kleidung wird verzichtet. Seine Anregungen und Motive sucht er in Zeitungen, geht durch die Straßen oder ins Theater und Ballet. Er lädt auch Tänzer und Tänzerinnen ein, die er beim Tanzen skizziert oder auch mal fotografiert. Ausschlaggebend ist dabei die Körpersprache, die Gestik, die jeder Mensch bewusst oder unbewusst nutzt.

Wie er sagt, komponiert oder experimentiert er im Vorfeld lange an einem Motiv. Besonders bei den Bildern, in denen mehrere Personen miteinander agieren, übereinander verschlungen. „ Da brauche ich zum Teil viel Zeit um die Körper so miteinander zu kombinieren“, so Eberhard Bitter, „auch wenn ich von Fotovorlagen ausgegangen bin. Manchmal sieht dann eine Figur bei einem von mir gemachten Foto falsch aus, sie steht dann nicht richtig. Dann muss ich das immer ein wenig zeichnerisch verändern, bis die Komposition grob steht. Und dann geht die Sache los und ich fange mit der Leinwand und der Farbe an.“

Alle farbigen Werke wurden in Öl gemalt. Der grobe, pastose Farbauftrag wirkt ursprünglich, fast aggressiv, und doch wirken die Figuren empfindsam und angreifbar. Bei seinen Zeichnungen ist es Tusche, in Kombination mit Acrylfarbe, womit er eine Leichtigkeit ausdrückt, in der sich die Personen bewegen.

Ein neues Thema sind die Geschichten mit den Hahnenkämpfen, die aber auch in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Menschen stehen. „Ich habe mal“, so Eberhard Bitter, „eine Zeit lang Diptychen gemalt, also Bildzweiteiler, als Gegenüberstellung. Ich dachte mir, jetzt will ich auch das Thema Kampf offensichtlicher mit einarbeiten. Viele Künstler greifen dann zum Beispiel auf den Boxkampf zurück oder Kriegsszenen, … Aber dazu hatte ich keine Lust, das wäre mir zu platt gewesen. Und so kam ich auf diese Tiersymbolik.“

Wieder anders arbeitet Michael Falkenstein, 1971 in Neuss geboren. Er hat an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert. Sein neues Thema, aber wiederum auch nicht so neu, sind seine – ich nenne sie mal Maschinen. Sein Studium schloss er 2002 als Meisterchüler Konrad Klaphecks ab. Auch er hat wie Hyacinta Hovestadt schon mehrmals hier in der Galerie ausgestellt. Er wohnt in Düsseldorf und hat sein Atelier seit einiger Zeit in Neuss, wo er auch als Dozent für Holzschnitt am Kulturforum „Alte Post“ arbeitet.

Er nutzt die grafische Technik des Holzschnitts, die Hochdrucktechnik. … Oben steht ein Druckstock zur Ansicht, auf beiden Seiten als Druckvorlage bearbeitet und genutzt, aber er kann auch käuflich erworben werden. Er ist ein besonderes Kunstwerk.

Seine Holzschnitte sind im klassischen Schwarz/Weiß.  Michael Falkenstein hat sich im Laufe der Jahre verschiedenen Themen zugewandt, Themen, deren Motive sich für die Umsetzung im Holzschnitt besonders eignen. „Holzschnittig“ nennt er solche Motive. So hat er sich etwa von interessanten Strukturen in der Natur inspirieren lassen, von dichter Vegetation. Eine Werkgruppe hat das Thema „Wasserfall“, die auch schon hier in einer Ausstellung auch als Riesenformat zu sehen war. Dieses Mal sind nur kleine Varianten zu sehen.

In der letzten Zeit hat er sich von der Musik, vornehmlich elektronische, experimentelle Musik inspirieren lassen und in der Ausprägung des Holzschnitt künstlerisch umgesetzt. Es sind nicht nur Musiker, die er erst einmal in Aktion fotografiert, sondern die Synthesizer, die aus mehreren Modulen bestehen, und das Kabelgewirr bei manchen Konzerten. „Modular“ heißt die großformatige Arbeit und auch weitere kleine Holzschnittarbeiten, die hier ausgestellt sind. ……

Doris Stevermüer

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„Die Aufgabe des Künstlers besteht darin, das darzustellen, was zwischen dem Objekt und dem Künstler steht, nämlich die Schönheit der Atmosphäre, das Unmögliche.“  Diese Worte stammen von  Claude Monet, einem der bedeutendsten französischen Impressionisten.

Diese Richtung in der Kunst des späten 19. Jahrhunderts wendete sich zwar der Umwelt zu, wollte sie aber nicht objektiv darstellen. Im Vordergrund standen die Beobachtung und Wirkung auf das Innere des einzelnen Menschen. Eindrücke sollten möglichst differenziert wiedergegeben werden. Die Farbe wurde entgegen der damaligen akademischen Lehrmeinung zum primären Gestaltungsmittel erhoben. Die zeichnerischen Elemente traten in den Hintergrund.

Das Bild mit seinen offenen Formen soll den Betrachter zu eigenen Sehleistungen motivieren. Es sind die Empfindungen, die in der Auseinandersetzung mit dem Bild entstehen, die je nach Person, Ort und Stimmungslage unterschiedlich sind. Damit verliert das einzelne Bild seine allgemein gültige Aussage und seinen belehrendem Charakter. Der Impressionismus zählt als Wegbereiter der Moderne, ist aber noch heute allgegenwärtig in der Malerei.

In der Kunstzeitung, Ausgabe März 2019, sieht der gebürtige Berliner Christopher Lehmpfuhl, Jahrgang 1972, seine Vorbilder in den französischen und deutschen Impressionisten. Er versucht, „eine zeitgenössische Form des Impressionismus zu entwickeln“. „Es ist Quatsch“, so der 46 jährige Künstler, „das Rad neu erfinden zu wollen“. Man müsse machen, wozu man Lust habe. Sich an guten Leuten zu orientieren, sei „hilfreich“ und stünde seiner eigenen Sprache nicht entgegen. Eine Auffassung, die schon recht alt ist.

Die Auseinandersetzung mit Formen, Licht und Farben ist auch das Thema der Künstlerin Dagmar Vogt. Ihre Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Warme, kalte, überwiegend aber harmonische Farbnuancen ziehen das menschliche Auge an und wecken die Neugier und damit die Phantasie.

Ihre Werkgruppen, die unter einem gemeinsamen Arbeitstitel zusammengefasst werden, sind Naturthemen, kurze poetische Naturbeschreibungen und Naturphänomene. Hier in der Galerie sind Seenlandschaften und Wälder zu sehen.

In die Stille des Ateliers zurückgezogen entsteht intuitiv das Werk und später die dazugehörige Themengruppe: „Gänzlich zielgerichtet arbeite ich allerding nicht. Zwischendurch muss ich immer mal wieder frei experimentieren, um neue Ideen zu entwickeln“, so Dagmar Vogt.

Experimentieren bedeutet mit verschiedenen Materialien arbeiten: Aus Papier, Sand, pastos aufgetragenen Farben und Pigmenten     entstehen Farbschichten und Unebenheiten, die dem Werk einen  reliefartigen Charakter verleihen.

Aber auch der Akt der Zerstörung eines nicht zufriedenstellenden Werkes kann das Resultat des Experimentes, bzw. der Arbeit sein.  „Es gibt Bilder“, so Dagmar Vogt, „mit denen ich lange kämpfe, während andere schnell fertig werden. Manchmal kann ich selber nicht klar sagen, ob ein Bild fertig ist oder nicht. Oft bin ich verzweifelt, weil ich meine etwas zerstört zu haben, aber auch wütend, weil ich im Prozess nicht weiterkomme. Erst wenn ich längerfristig zufrieden bin, verändere ich nichts mehr.“

Christoph Kohl, Kurator des Märkischen Museum Witten, schrieb dazu 2013: „Das gegenständliche Element scheint aus dem abstrakten unendlich wirkenden Bildraum hervorzugehen, oder ist in Begriff in ihn über zu gehen, um mit ihm eins zu werden. Vorwiegend thematisieren die poetischen Bildwelten somit den Vorgang der Metamorphose. Der oben beschriebene Erschaffungsprozess der Künstlerin, der auch die Zerstörung beinhaltet, kann demnach auch als weltanschauliches und philosophisches Grundgerüst zum Verständnis der Arbeit Dagmar Vogts herangezogen werden.“

Ihre Werke basieren auf der Erkenntnis, dass alles Entstandene aus bereits Vergangenem hervorgegangen ist. Sie erörtern das Verhältnis und die Abhängigkeit von Mensch und Natur sowie Zeit und Raum im übergeordneten Sinne. Ihre Arbeiten beinhalten aber auch die Botschaft, dass der Zusammenhang allen Lebens ein großes Geheimnis ist, das, bei allen Bemühungen der Naturwissenschaft und Religion, nicht endgültig aufgedeckt werden kann. Ihr Werk bejaht die Schönheit und Einzigartigkeit, die diesem Geheimnis inne wohnt.

Bei der Schaffung ihrer Skulpturen ist ihre Vorgehensweise ähnlich. Es sind neben skulpturalen Experimenten Tiere und Menschen. Bei den Menschen ist es hauptsächlich der weibliche Akt, denen durch Form und strukturiertes Aussehen und Arbeitsweise Ausdruck verliehen wird. Wichtig ist auch hier das Arbeiten und Ausprobieren mit unterschiedlichen Materialien. Hier zu sehen sind allerdings nur figurative Arbeiten aus Bronze und zwei so genannte „Nester“.

Ihrer künstlerischen Ausbildung an der Hochschule in Dortmund bei Prof. Kampmann und Prof. Schubert folgte die akademische Ausbildung in der Malerei bei Prof. Markus Lüpertz und in Bildhauerei bei Mathias Lanfar, Meisterschüler von Tony Cragg. Erst kürzlich, 2017, erhielt sie den RhinePrize Bonn in der Kategorie künstlerische Arbeit im Außenraum und 2018 den Wilhelm-Morgner-Simplizissimus-Kunstpreis sowie den Kitz-Award 1. Preis für die Bronze „Die Springerin“.

Bei ihren freien Skulpturen ist die Brechung von Realitäten, die Veränderung und Neuinterpretation des Themas von großer Bedeutung. Gemeint sind die „Nester“. Darin verbindet sich die herkömmliche Vorstellung von dem „Begriff“ Nest“ mit ihren eigenen Visionen und dem spontanen Prozess der Formenbildung. Die lebendig wirkenden Skulpturen, einem Gewächs ähnlich, präsentieren sich in einer besonderen Ästhetik. Bewusst wird das Metall als wichtiges Element eingesetzt. Es sind wie gesagt nur zwei ihrer Nester hier in der Galerie zu sehen. Aber es gibt noch einige verschiedene Versionen.

Das Nest steht als Metapher für Geburt, Anfang und Geborgenheit, aber auch für die beim Menschen vorhandene Sehnsucht nach Abgrenzung und Ordnung. Aber die Nester hier sind stachelig und zeigen alles andere als geordnete Geborgenheit. Eigentlich das wahre Leben, das viele Ecken und Spitzen hat, die das Leben als Leben ausmachen und den Weg bestimmen, die ewige Sehnsucht nach Harmonie und Geborgenheit mit einbezogen.

Sieht man die Arbeiten in Bronze, Tiere oder Menschen, denkt man zuerst an die klassischen Werke bedeutender Künstler. Aber bei näherer Betrachtung zeigt sich auch hier das Spiel mit dem Material. Die Oberflächen sind reliefartig gearbeitet und zum Teil patiniert. Die Skulpturen erfahren dadurch eine besondere expressive Dynamik, wie bei dem schreitenden Adler, dem aufmerksamen Hasen und dem „Denker“ in der Abbildung eines Schimpansen. …

Doris Stevermüer

 

Malerei/Fotografie

Die galerie#23 zeigt vom 17. Februar bis zum 19. März 2019 die Werke von drei Künstlerinnen.

Claudia van Koolwijk, 1961 in Düsseldorf geboren, arbeitet seit Mitte der 80er Jahre als Künstlerin und Fotografin. Sie studierte von 1981 – 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler und Prof. Alfonso Hüppi, dessen Meisterschülerin sie wurde. Ihre eigenwillig inszenierten Bilder zeigen mit ihren Portraits die Lust an Mythen und Masken. Es sind antike, mittelalterliche Allegorien und biblisch alchemistische Szenen, die collageartig, farbig leicht ironisch nachgestellt werden. Dabei führt sie die Idealisierung des Weiblichen in der klassischen Allegorie ad absurdum.

Birgit Huebner, 1966 in Bonn geboren, studierte an der Fachhochschule Köln bei Prof. Karl Marx. Nach dem Studienstipendium des Deutsch- Französischen Jugendwerks, Ecole nat. sup. des Beaux- Arts, Paris, bei Prof. Matthey folgte von 1989 – 1993 das Kunststudium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Alfonso Hüppi, dass sie 1993 als Meisterschülerin abschloss.

„Unterwegs sein, sich fernab des gewohnten Radius zu bewegen, sich orientieren, neu erleben, mit offenen Augen und Sinnen wahrnehmen und sich erinnern“, sind Voraussetzungen und Ausgangspunkt vieler ihrer Arbeiten, so die Künstlerin.

Bei einem Aufenthalt in der Cite des Arts in Paris 2017 sind neue malerische Arbeiten entstanden, die in der galerie#23 zu sehen sind. „Meine Eindrücke verwebte ich aus retrospektiver all abendlicher Betrachtung zu einem regelrechten Spinnennetz von Wegen, die ich auf meiner Entdeckungstour durch Paris zurückgelegt hatte“, so Birgit Huebner.

Birgitta Thaysen, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bernd und Hilla Becher.„Was mich interessiert sind schweigsame, stille Bilder, auf denen kein Mensch zu sehen ist, die aber vom Menschen im übertragenen Sinne erzählen – Landschaft, Architektur, Oberflächen, Strukturen und im Besonderen das Licht, das allem eine Form gibt“, so die Künstlerin. Diese Menschenleere verleiht den Arbeiten eine magische Wirkung. Die Teile der Innenräume und der urbanen Architektur haben einen erzählenden Charakter. Die Bildwelt in Licht und Schatten scheinen der Zeit entflohen und führen ein Eigenleben.

Die Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 17. Februar 2019, von 11.30 – 16.30 Uhr, in Velbert-Langenberg, Frohnstr. 3. Die Einführung erfolgt duch Sabine Maria Schmidt. Die Künstler sind anwesend.

Weitere Termine können unter der Telefonnummer 02052/9258363 vereinbart werden.

 

 

 

Eröffnung: 17. Februar 2019, von 11.30 bis 16.30 Uhr
Einführung von Sabine Maria Schmidt

 

weitere Informationen folgen in Kürze