Bei traumhaft sommerlichem Wetter wurde der Skulpturengarten der galerie#23 eröffnet. Nicht von Mauern abgeschirmt, sondern unter freiem Himmel, traf sich der „Sculptureclub“, eine Gruppe von Lehrkräften der Kunstakademie Düsseldorf in Velbert-Langenberg, Frohnstraße 3. Das sind Andreas Bee, Dirk Gottfried, Gunnar Krabbe, Axel Kreiser, Lothar Krüll, Bernhard Kucken, Franz Küsters und Herbert Willems, der schon künstlerische Spuren in einem Langenberger Garten hinterlassen hat.

Über 200 Personen besuchten die Eröffnung. Darunter waren Gäste, die über die Jahre hinweg das Wachsen der galerie#23 miterlebt haben, die erstaunt fragten, „wie ihr das alles geschafft habt“. Gemeint ist die Galeristin Doris Stevermüer, die tatkräftig von ihrem Ehemann unterstützt wird. Die letzten Wochen wurden auch durchgearbeitet, damit Pflanzen sich mit den Skulpturen zu einem geschlossenen Ganzen verbinden können.

Nach der Einführung gab es eine Gesangsperformance von Susanne Hille, die sich als Daphne auf der Flucht vor Apollon in einen Baum verwandelt. Sie saß erstarrt als „Skulptur“ zwei Stunden auf einem Sockel.

Zu diesem Anlass war es auch möglich die Ausstellung „Das Große im Ganzen“ in den Räumen der Galerie zu sehen, denn dort gibt es zum Thema Pflanzen verschiedene Sicht- und Arbeitsweisen, eine ausgewöhnliche Komposition an Kunstwerken, innen und außen.

Viele Gäste von außerhalb waren erstaunt, dass es in Langenberg so einen Ort gibt. „Hier möchte man ewig verweilen, und es wird hier bestimmt noch harmonischer werden. Wir werden bestimmt wiederkommen und das Zusammenspiel der Natur mit Skulpturen zu verfolgen“, so ein Gast aus Köln.

Die gezeigten Skulpturen sind ein vielseitiger Ausblick auf die Bildhauerei. Es gibt Bodenarbeiten, figurative Plastiken und abstrakte Formen aus verschiedenen Materialien zu sehen. Besondere Beachtung fand die Skulptur „Miss Liberty“, des Künstlers Bernhard Kuckern, der schon mehrmals in der Galerie ausgestellt hat. Eine fast zwei Meter hohe Skulptur erhebt sich am Ende des Gartens und zeigt verschiedene Ansichten mit drei unterschiedlich ausdrucksstarken Gesichtern.

Der neu angelegte Skulpturengarten wird zeigein, dass Natur und Kunst eine für die Sinne produktive Verbindung eingehen können. Ein Jahr lang haben die Pflanzen Zeit sich der ausgestellten Kunst anzunähern. Auch die Besucher haben über die Jahreszeiten und Wetterbedingungen hinweg die Möglichkeit, den verschiedenen künstlerischen Positionen „draußen“ zu begegnen. Es wird weitere Veranstaltung geben, die rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Am 26. August 2018 wird Bernhard Kucken seinen „Trommler“ zeigen.

Geöffnet ist die Galerie und der Skulpturengarten von 13 bis 17 Uhr.

Es können auch Termine unter 02052/8259363 vereinbart werden.