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Textauszüge aus: Pressemitteilung vom 25.9.2008 Online-Galerie purador – Designerporträt S. 82 GZ 06.2007, „Wemfall“ Christel Trimborn.

Beim Namen Pergament denkt mancher vielleicht an vergilbte Handschriften in alten Klosterbibliotheken, aber an edlen Schmuck wohl eher nicht. Zu Unrecht, wie die Designerstücke von Hilde Janich beweisen.
Schon seit 1992 bestimmt das außergewöhnliche Material das Schaffen der Künstlerin, deren Werke bereits das Auktionshaus Sotheby’s in London ausstellte und immer wieder in den großen Galerien Europas zu sehen sind. „Mit meinem Schmuck stelle ich den ständigen Wandel dar, den das Leben bereithält“, beschreibt sie die in verschiedener Weise zu tragenden Halsketten.
Hilde Janich weiß, wovon sie spricht, wenn sie das Leben als einen ständigen Wandel bezeichnet. Sie selbst absolvierte erst mit über 30 Jahren ihre Ausbildung zur Goldschmiedin und das anschließende Designstudium, nachdem sie zuvor als Hauptschullehrerin gearbeitet hatte. „Zart aber zäh“ ist das Motto dieser zauberhaften Colliers. So leicht und beschwingt sie wirken, der Arbeitsaufwand, speziell wenn es um neue Musterstücke geht, ist jedoch oft enorm: Manchmal, so berichtet sie, experimentiere sie tagelang an einem bestimmten Prototyp, nur um danach wieder alles zu  verwerfen, weil das Ergebnis noch nicht optimal ist. Begeistert beschreibt die Künstlerin den Umgang mit ihrem bevorzugten Werkstoff: „Wenn ich Stücke erfinde, sind sie zunächst oft wie Lebewesen für mich. Ich spüre regelrecht ihren Atem, ihr Pulsieren und ihre Bereitschaft sich zu wandeln, mir ihre verschiedenen Gesichter oder Facetten zu zeigen.“ Das Zufällige am Wegesrand – ein sich kringelnder Haselstrauch oder wirbeln des Herbstlaub – dient ihr dabei als Vorlage für ihre Kompositionen. In der Farbgebung ihrer Stücke respektiert sie das Naturmaterial und bewegt sich stets im tragbaren Rahmen, von unauffälligen Tönen b i s h i n zu leuchtenden, kräftigen Farben.
Das ausdrucksstarke Pergament entfaltet in Kombination mit zart schimmernden Süßwasser-Zuchtperlen oder Edelsteinkugeln einen besonderen Reiz. So entsteht poetischer Schmuck, dessen Leichtigkeit und Eleganz sich in wunderbarer Weise auf die Trägerin überträgt.